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Die modernste Technologie bei Wincor World 2005

Ann All, sendior editor. Ingrid Justice, translation

• 15 Feb 2005

PADERBORN, Deutschland � Viele Teilnehmer der j�hrlichen Wincor World Fachmesse �bernachteten in einem Jagdhaus aus dem 16. Jahrhundert, was das Vergessen der modernen Welt direkt au�erhalb seiner beeindruckenden Steinmauern erleichterte.

Auf der idyllischen Wiese grasende Rehe, riesige Eisenschl�ssel f�r den Zugang zum Haus f�r sp�te G�ste, das Gespenst eines Kutschers, der Ger�chten zufolge durch die zugigen G�nge geistert � all dies war geeignet, der Schreiberin dieses Artikels das Gef�hl zu geben, eine Zeitmaschine habe sie 300 Jahre zur�ck in das l�ndliche Deutschland versetzt.

Es f�hrte auch dazu, dass es die bei Wincor World gezeigte Technologie vergleichsweise noch weiter an die vorderste Front schob � was m�glicherweise genau der Effekt war, den die Veranstalter des Ereignisses beabsichtigt hatten. Clever ausgedacht.

Wincor

Uwe Krause, Marketingleiter f�r Finanzdienste bei Wincor Nixdorf, �berpr�ft den  ProCash 2100xe Geldautomat mit Claudia Wendorff-George.

f�llte, wie schon �blich, die Ausstellungsfl�che mit einigen der neuesten Anwendungen aus der Welt der Banken und des Einzelhandels. �ber 7500 Teilnehmer aus allen Winkeln des Globus waren erschienen, um sie zu betrachten. Das Ereignis, das schon immer so etwas wie die Vereinten Nationen in Klein darstellte, hatte in diesem Jahr sogar ein noch internationaleres Gepr�ge.

Nach Andreas Bruck, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Wincor, besuchten IT-Manager aus fast 60 L�ndern Wincor World, gegen�ber 50 im Jahre 2004, wobei Osteuropa, Asien und Lateinamerika stark vertreten waren.

Bruck bemerkte ebenfalls ein gestiegenes Interesse von Branchen wie beispielsweise der gro�technischen Hersteller, der Lotterien und der postalischen Dienste. �Die Besucher blicken auf Technologien und L�sungen auf einer branchen�bergreifenden Grundlage und lernen ebenfalls voneinander", sagte er.

Aus meiner Sicht waren diese Erzeugnisse unter den auf der Ausstellung der vorigen Woche gezeigten die interessantesten:

Verbraucher-Cashrecycling: Mit Einf�hrung des ProCash 4000 setzt Wincor die Verbesserung seiner Palette von Geldautomaten mit Cashrecycling fort. Im Gegensatz zum 3100 verwendet der  Automat 4000 nur Kassetten anstelle von Trommeln, so dass er schneller und leichter zu warten ist.

Er kann pro Maschine bis zu 10.000 Banknoten mit bis zu vier W�hrungen recyceln � die dreifache Kapazit�t der 3100. Er bearbeitet auch Einzahlungen von 200 Banknoten oder weniger schneller als der 3100 und ist so eher das bessere Modell f�r die Benutzung durch den Verbraucher � und nicht so sehr f�r kleinere Unternehmungen.

Das Geld managen: Ohne effektives Cashmanagement ist die Realisierung von Kostenersparnissen durch das Cashrecycling � bei dem Geldscheine in die Maschine eingezahlt und von derselben Maschine wieder ausgegeben werden � schwierig.

In Zusammenarbeit mit deutschen und Schweizer Geldrecyclingkunden entwickelte Wincor ein als CRS Analyzer bezeichnetes Softwaretool. Das Ziel: Den Kunden mehr Einfluss auf den Geldfluss zu geben. Wenn beispielsweise $20-Scheine st�ndig knapp sind, kann die Software die Maschine anweisen, stattdessen mehr $5- und $10-Scheine auszugeben.

Die allgemeine Situation (in der Branche): Ein ProCash Optima genanntes Softwaretool hilft Banken bei der Auswertung der Kosten und Vorteile der Einf�hrung von Selbstbedienungstechnologien bzw. Selbstbedienungstechnologien mit Unterst�tzung in ihren Zweigstellen. Die Identifizierung der �richtigen� Mischung von Selbstbedienung und herk�mmlicher menschlicher Interaktion ist trickreich, da sie sich wahrscheinlich von einer Zeigstelle zur anderen unterscheidet.

Das Tool ist Teil einer gr��eren, BranchLab getauften Softwarefamilie. Banken k�nnen es dazu verwenden, sich f�r die Verbesserungen von Zielbereichen einen pr�zisen �berblick �ber ihre Gesch�ftsabl�ufe und Gesamtinfrastruktur zu verschaffen.

Uwe Krause, Marketingleiter f�r Finanzdienste bei Wincor, glaubt, dass solche Analysetools auch in Nordamerika beliebter werden, da die Banken dort den gleichen Kostendruck erwarten k�nnen, dem ihre europ�ischen Kollegen bereits ausgesetzt sind.

Das Ergebnis der Verwendung solcher Tools wird jedoch nicht immer zu umw�lzenden �nderungen f�hren. �Wenn das Ergebnis immer auf �nderung lautet, muss ein Problem mit dem Gesch�ftstool vorliegen�, sagte er.

Ein weiterer Beweis, dass das

�GSM, w�re das doch meine Idee,� �berlegt die Journalistin, Ann All, w�hrend sie den Geldautomaten �berpr�ft,  bei dem diese Technologie verwendet wird, um Diebstahl zu verhindern.

Gesch�ft mit Geldautomaten (Englisch = ATM) seine Akronyme liebt:
Ein POD (Point of Dispense) genanntes Stahlgeh�use zur Geldausgabe erregte das Interesse einiger gro�er Banken, die es eventuell f�r ihre Ausgabestellen im Au�enbereich (OPDs � off-premises deployments) benutzen wollen. Das klimatisierte Geh�use, das in sechs Konfigurationen erh�ltlich ist, wird bereits von einem gro�en unabh�ngigen ATM-Betreiber verwendet.

Das POD ist f�r die Verwendung mit einer wetterfesten Version von Wincors billigstem Geldautomaten, dem ProCash 1500, vorgesehen. Mitarbeiter von Geldtransportfirmen k�nnen durch eine geniale Schiebet�r in das Geh�use gelangen und sich selbst mit einem Schubriegelschloss einriegeln, um sicher den Automaten nachf�llen zu k�nnen. Wie durch Beispiele auf der Ausstellung belegt, dient das POD gleichzeitig als weithin sichtbare Werbetafel, wenn es mit Werbungen versehen wird.

Der britische Telekommunikationsriese BT stellt zurzeit ein Dutzend davon auf; sie sind auf der einen Seite mit einem Geldautomaten und auf der anderen mit einem M�nzfernsprecher ausgestattet, um Telefonzellen, die im Zuge der steigenden Verwendung von Handys zu einem verlustreichen Anachronismus werden, zu ersetzen. Die Geldautomaten nutzen im Huckepack die bestehenden Versorgungs- und Telekommunikationsleitungen von BT und BT erh�lt einen Anteil der Transaktionsgeb�hren.

Was jetzt �in� ist: In Zusammenarbeit mit seinem Partner Sun Microsystems l�utet Wincor das Zeitalter der d�nnen Klientenarchitektur ein, was den Banken helfen wird, den Zweigstellenbetrieb durch Reduzierung der zur Datenverarbeitung erforderlichen Anzahl von PCs und Servern zu rationalisieren.

Zu

Wincors neue ProCash 4000 hat die doppelte Kapazit�t der fr�heren Cash Recycling Machinen.

einem sp�teren Zeitpunkt in diesem Jahr wird Wincor eine Front Office/TOP genannte d�nne Klientenapplikation f�r Kassen und Ger�te wie beispielsweise Geldautomaten vorstellen. Alle Ger�te k�nnen mit der auf Wincors XFS basierenden daNCe-Software an FrontOffice/TOP angeschlossen werden. FrontOffice/TOP erm�glicht Banken, eine Mischung aus fetten und d�nnen Klienten zu benutzten, so dass sie mit ihrem eigenen Tempo auf die neuere Architektur �bergehen k�nnen.

Sicherheit auf Zack: Wincor zeigte ein Standortsystem f�r Geldautomaten, das GSM-Technologie verwendet. Wenn ein Geldautomat gestohlen wird, sendet ein Modem innerhalb der Maschine eine SMS-Meldung an ein Verfolgungssystem, wo Personal die Bewegungen der Maschine auf einer Karte verfolgen kann. Das System kann den Beh�rden dabei helfen, schnell die Maschine zur�ckzuerlangen � und hoffentlich dabei die b�sen Jungs zu verhaften. Die Verwendung eines solchen Produktes k�nnte Kriminelle eventuell sogar von einem Diebstahl von Geldautomaten abschrecken.

Fliegender Geldautomat: Einen der ungew�hnlichsten Anblicke bot ein auf einer roten Scheibe mehrere Zentimeter �ber dem Boden schwebender Geldautomat. Die Scheibe verwendet bereits seit Langem in der Theater-Branche zum einfachen Bewegen von Kulissen und anderen sperrigen Gegenst�nden angewendete Luftkissentechnologie.

Einem Wincor-Vertreter zufolge verwendet eine deutsche Bank die Scheiben, um Geldautomaten aus ihrem �u�eren Foyer, wo sie sich nach Schalterschluss befinden, in die eigentliche Schalterhalle zu bewegen, um mehr Kunden in die Zweigstelle selbst zu locken. Die Scheiben k�nnten ebenfalls an Standorten, an denen eine h�ufige Umsetzung der Geldautomaten gew�nscht wird, wie beispielsweise in Einkaufszentren, praktisch sein.

 



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